

Ich kenne die Angst – wie gelähmt zu sein, nicht mehr zu wissen, was man tun soll. Damals in der Schule war ich Außenseiter. Die Leute konnten mich überhaupt nicht leiden. Sie haben mir das auch ganz deutlich gezeigt. Oft bin ich heulend nach Hause gekommen, weil ich nicht mehr wusste, was ich tun soll. Ich stand in der Ecke und die Leute haben mich oft nur noch ausgelacht. Dann habe ich versucht zu kämpfen, mir einen Weg zu bahnen, dass mich die anderen vielleicht doch irgendwie lieben können. Ich habe versucht, ihnen meine Hausaufgaben zu geben oder sonst irgend etwas zu machen aber den Hass habe ich weiterhin gespürt. Da bin ich auch nicht rausgekommen und ich wusste auch nicht, wie. Das war die große Angst, die ich immer hatte, die Angst allein zu sein.
Dass es aber total konkret ist, dass Jesus an meiner Seite ist, habe ich später erlebt. Als ich auf eine neue Schule kam, da kamen diese Ängste sofort wieder. Ja, und sie lähmten mich. Doch dann hat Gott in mein Leben reingesprochen. Er hat mich auf ein Fundament gestellt. Er hat mir gezeigt, was es heißt, geliebt zu sein. Und auf diesem Fundament stand ich dann und daran habe ich mich festgehalten, dass Jesus zu mir sagt: „Sandra, du bist geliebt und du darfst so sein, wie du bist! Du musst dich nicht verändern, um perfekt zu sein, um von den anderen geliebt zu sein, sondern du darfst du selbst sein.“ Und das versuche ich jetzt immer mehr nach und nach zu leben. Das ist ein Prozess und es gibt Zeiten, in denen ich einfach nur hinfalle. Aber ich merke, wie gut es ist, wie befreiend es ist, einfach auch in dieser Freiheit auf diesem Fundament zu leben und deshalb möchte ich weiter gehen.
Rita Seel – als Gisela
Carsten Stier – als Manfred
Gott macht doch nicht glücklich! Beim Christsein da geht es um einen Gott, der mit Krückstock und Rauschebart im Himmel herumsitzt und einem tausend Gebote und Gesetze und Vorschriften macht. Und das kann ja wohl nicht fröhlich oder glücklich machen. So habe ich immer gedacht, als ich „noch jung“ war. Ich habe mein Glück statt dessen an anderen Orten gesucht. Also ich bin Schauspielerin und deshalb habe ich mein Glück da gesucht, wo ich eben war, nämlich auf der Bühne. Denn es ist leicht, sich glücklich zu fühlen, wenn die Scheinwerfer auf einen gerichtet sind und die Leute applaudieren. Dann fühlt man sich als Star. Dann fühlt man sich geliebt. Aber ich habe irgendwann gemerkt: Die meinen nicht mich. Die lieben nicht mich, die lieben nur meine Rolle, die lieben nur meine Maske – auch im Leben. Und das macht mich nicht glücklich. Statt dessen habe ich dann mein Glück woanders gefunden. Da, wo ich es nie vermutet hätte – bei Gott!
Mein Leben hat sich geändert. Ich habe mit sechzehn eine Bibel geschenkt bekommen und habe auch tatsächlich angefangen, darin zu lesen. Und was ich nie für möglich gehalten habe, ist tatsächlich passiert: Ich habe angefangen, an Gott zu glauben. Ich habe angefangen, mit Gott mein Leben zu leben. Und ich habe tatsächlich bei ihm mein Glück gefunden. Weil, ich gelernt habe, dass mein Glück nicht davon abhängt, dass mich andere Leute toll finden, oder dass mein Glück nicht davon abhängt, wie glücklich ich mich gerade fühle, sondern dass das eigentliche Glück ist, dass ich ein festes Fundament habe, dass Gott mein Fundament ist. Dann ist es nämlich egal, wie hoch und runter es in meinem Leben geht, wie viel Mist ich baue, wie viele Leute ich verletze oder wie viele mich verletzen. Daran muss ich mein Glück nicht mehr festmachen, weil ich auf einem festen Fundament stehe und vor allem, weil Gott meinem Leben einen Sinn gibt und eine Zielrichtung, eine Perspektive, auf die ich gucken kann.
Alexander Franz – als Mafia-Mann
Patrick Pieper – als Mafia-Mann
Jonathan Baer – als Passant
Rita Seel – als Gisela
Carsten Stier – als Manfred
Annekathrin Dörffel – als „ungläubige“ Reisebürokundin
Mareike Heil – als „unwissende“ Computer-Userin
Jeder glaubt ja an irgend etwas. Die einen an die Wissenschaft, die anderen an Fußball oder Popstars und ich glaube eben an Gott. Das war bei mir schon immer so. Meine Eltern haben an Gott geglaubt und haben mich mitgenommen in die Kirche, und so habe ich auch an Gott geglaubt. Und das war für mich auch immer in Ordnung. Das war gut so. Ich habe dann sogar angefangen, Theologie zu studieren und das war total interessant. Ich habe viel gelernt über Gott und viele Bücher gelesen. Aber irgendwie habe ich gemerkt: das hatte gar nicht so viel zu tun mit meinem Alltag.
Mein Leben hat sich dann verändert. Nicht so radikal, ich war nicht im Schweinestall gelandet. Ich habe als Christ gelebt, war damit auch ganz zufrieden. Gott war eine Realität für mich. Und dann ist plötzlich ein Freund von mir bei einem Autounfall gestorben. Das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. All mein Wissen über Gott hat plötzlich nicht mehr getragen. Alle die Antworten, die ich anderen gegeben habe, haben für mich selbst plötzlich nicht mehr gezählt. Und das hat mich wirklich verzweifeln lassen. In dieser Verzweiflung habe ich plötzlich ganz anders zu diesem Gott gerufen. Ich habe ihn gebeten, dass er mir begegnet, dass es nicht nur in meinem Kopf ist, nicht nur Wissen, sondern dass er mein Herz berührt. Und das ist dann tatsächlich passiert. Gott war wie ein Vater zu mir, der mich in den Arm genommen hat, der mich getröstet hat, und ich habe das gefühlt und gemerkt und das hat meinen Glauben noch mal verändert, mein Bild Gottes verändert. Das hat mir gut getan. Das versuche ich zu leben. Das war nicht nur so ein Erlebnis, sondern das verändert meinen Alltag in meiner Familie, mit meinen Studenten und ich versuche, das, was ich selbst erlebe und erfahre, weiterzugeben an die Menschen um mich herum. Das fordert mich heraus, das verändert mich aber auch und das tut mir gut.



Jetzt ist mein Leben echt super. Ich habe eine Ausbildungsstelle als Bootsbauerin, bin total glücklich, habe Freunde, super Umfeld, mein Leben läuft. Es gab auch ganz andere Zeiten. Vor allem das Jahr 2004 war ziemlich erschütternd. Ich hatte keinen Job, hatte eine Ausbildung abgeschlossen, war aber total frustriert, in meiner Kirche lief es nicht so, wie ich dachte und wollte und alles ging kaputt. Viele Beziehungen sind zerbrochen. In dem Jahr wurde auch meine Mutter krank an Krebs und im September starb sie dann. Ich war ziemlich am Ende. Ein paar Freunde haben mich dann ermutigt, mir eine Auszeit zu nehmen. Das habe ich auch gemacht, aber dann ging es noch weiter, weil mein ganzes Gottesbild total hinterfragt wurde. Alles, was ich je geglaubt, gewusst und gekannt habe, wurde völlig hinterfragt. Ich stand da nur mit Fragen und wusste nicht weiter. Ich war verzweifelt.
Ich habe Stürme erlebt und ich musste viel heulen. Aber ich durfte sehen, wie Gott meine Tränen wegwischt. Alles schien zu zerbrechen und all die Fragen, die ich hatte – ich wusste, ich kann nur zu Gott gehen. Er hat Antworten für mich. Es war total spannend. Vorher habe ich in meinem Leben oft auf Menschen geguckt und mich an Menschen gehängt und ihnen vertraut, aber ich bin nicht direkt zu Gott gegangen. Das hat er verändert. Er hat eine Person dazu verwendet, die ich überhaupt nicht kannte. Die hat in mein Leben reingesprochen, hat mir gesagt, was los ist und ich wusste: Gott muss das sein. Weil sie mich nicht kannte und ich sie auch nicht. Ich hatte diesen Menschen noch nie vorher getroffen. Das war ein Erlebnis, das mir gezeigt hat: Gott ist so viel größer und er hat dadurch das falsche Bild, das ich von ihm hatte, zerbrochen und erneuert. Und es ist so schön zu sehen, dass all die Dinge, die passiert sind, die ganze Krise und der Sturm mir zum Besten dient, weil meine Beziehung zu ihm dadurch tiefer geworden ist, reifer und ich daran gewachsen bin.








Jörn Fritschle – als der unvergleichliche „Dieter“
Rita Seel – als Gisela
Carsten Stier – als Manfred
Viktor Fröse – als Elektrische-Schraubendreher-Fachverkäufer
Claudia Ficker – mit der kann man Pferde stehlen
Dominic Lerrahn – the dear cousin from America
















































Schon seit Jahren habe ich immer versucht, alles perfekt zu machen. In der achten Klasse bin ich nämlich mal sitzen geblieben. Dafür habe ich mich so geschämt, dass ich mir geschworen habe, dafür zu sorgen, dass mir so etwas nie wieder passiert. Von da an wollte ich immer und überall der Beste sein. In der Schule habe ich gebüffelt wie ein Verrückter und als einer der Besten meines Jahrgangs Abitur gemacht. Dann ohne Pause weiter ins Krankenhaus zur Zivildienststelle. Dort wollte ich der beste Zivi sein, den man sich überhaupt nur denken kann. Dann weiter Theologiestudium – ohne Pause. Dort wollte ich der beste Student sein, den man sich denken kann. Nebenbei habe ich zwei Musikinstrumente spielen gelernt und in meiner Kirchengemeinde eine Lobpreisband geleitet. Eigentlich kein Wunder, dass ich irgendwann ganz schön gestresst war. Ich konnte mich überhaupt nicht mehr entspannen. Ich habe mich ständig gefragt: Müsste ich nicht noch dies und jenes erledigen? Muss ich nicht noch besser werden, noch schneller werden? Gibt es nicht noch irgend welche Strategien, um meine Zeit noch effektiver zu gestalten? Und: Was werden die anderen denken, wenn ich es mal nicht so gut hinkriege? Und: Ist es nicht auch Gott, der von mir mein Bestes verlangt? Also habe ich mir immer wieder gesagt: Reiß dich zusammen und mach weiter! – Tja, und dann hatte ich einen Burn-out. Eigentlich hatte ich vor, dieses Jahr mein Examen zu machen. Aber daraus wird jetzt wohl nichts. Zuerst habe ich gedacht: Na toll, jetzt hast du wieder versagt! Du bist noch mal sitzen geblieben! Es hat nicht gereicht! Inzwischen glaube ich, dass Gott mir eine Pause verordnet. Ich will lernen, dass ich Grenzen habe. Ich kann gar nicht – und ich soll auch gar nicht immer und überall Höchstleistungen erzielen. Früher habe ich gedacht, dass ich die Leute dann beeindrucken kann, wenn ich viel leiste und dass sie mich dann mehr lieben. Inzwischen merke ich aber, dass die Menschen, die mich wirklich lieben, mich auch dann annehmen, wenn sie merken, dass ich nicht perfekt bin, dass ich Fehler mache, dass ich Macken habe. Und das Wichtigste: Ich bin dabei zu lernen und zu erfahren, dass Gott mich tatsächlich liebt und akzeptiert wie ich bin. Deswegen muss ich mich auch nicht mehr von dem Urteil anderer abhängig machen.



Rita Seel – als Gisela
Carsten Stier – als Manfred





Mein Name ist Andreas Flasche – und da sind wir auch gleich beim Thema. Über diesen Namen haben sie sich zu Schulzeiten natürlich gerne lustig gemacht und ich war schnell der Außenseiter. Meine „Freunde“ sind dann ohne mich losgezogen oder beim Sport war ich immer der Letzte, der gewählt wurde. Irgendwann habe ich dann angefangen, Abwehrmechanismen zu entwickeln. Ich bin einfach nicht mehr mit ihnen gegangen, habe alle Kontakte gemieden. Aber statt dessen hatte ich dann einen neuen Freund – den Schokoriegel aus dem Regal im Supermarkt nebenan. Wir sind wirklich gute Freunde geworden und ich habe zugenommen – richtig! Und es gab noch jemanden, dem konnte ich trauen. Das war mein Computer. Der hat mich verstanden, der hat mich nicht abgelehnt und war immer für mich da. Mit der Zeit habe ich so eine riesig hohe Mauer um mich herum aufgebaut und ich habe keinen mehr an mich rangelassen. Ich war allein! – Irgendwann hat mich dann einmal einer meiner wenigen Freunde in eine Kirchengemeinde geschleppt. Und das, was die da gesagt haben, hat dazu geführt, dass meine Schutzmauer immer mehr Risse bekommen hat. Die haben gesagt, ich wäre Gott nicht egal. Er würde sich nicht lustig über mich machen. Er würde mich sogar mögen. Deshalb wollte ich mit so einem Gott etwas zu tun haben und er erstaunlicherweise auch mit mir – obwohl ich mich selber noch gar nicht mochte. Der Schlüssel dazu war dann in Jesus zu finden. Jesus hat „Ja“ zu mir gesagt, dadurch konnte ich dann auch selber zu mir „Ja“ sagen und ein Schoko-Trost war dann überhaupt nicht mehr nötig. Ich habe dann vierzig Kilo abgenommen und Freunde gefunden, weil ich angefangen habe, zu glauben, dass man mich mögen könnte. Und heute bin ich nicht mehr allein!



Rita Seel – als Gisela
Carsten Stier – als Manfred
Fabian Becker – als Chef
Elisa Sauer – als Sekretärin
Noemi Eiffler – als fast-Braut
Sven Husemann – als fast-Bräutigam




