

Mir von anderen Leuten sagen lassen, was ich tun soll? Nee, das war überhaupt nicht mein Ding. Sind doch alles Spielverderber! Ich bin lieber ganz direkt und sage, was ich denke. Ich ziehe mein Ding durch. Ich habe früher eine ganz schön große Klappe gehabt. Ich war richtig fies. Ich habe Leute niedergemacht, habe dumme Sprüche gerissen und damit auch immer wieder Leute verletzt. Na ja, ich habe es auch wieder zurück gekriegt. Aber das habe ich mir dann nicht anmerken lassen, wie weh mir das getan hat. In meiner Jugendgruppe war es dann immer wieder Thema „Umgang miteinander“. Wir sollten liebevoller miteinander umgehen und das mit der Begründung, dass Jesus uns ja auch liebt. Aber ich habe das gar nicht gemerkt, dass Jesus mich liebt. Ich habe das nicht gefühlt. Ich habe auch nicht gemerkt, dass ich irgend jemand anderem wichtig bin. Und dann kamen sie immer noch an mit ihrer Bibel, diesem alten Buch und dass wir uns danach ausrichten sollen. Das wollte ich ja schon mal gar nicht. Wobei mir mal jemand erzählt hatte, dass die Bibel eigentlich so etwas wie eine Gebrauchsanweisung für mein Leben sein soll.
Mit siebzehn habe ich verstanden, dass Gott mich – Tine – liebt, genau so, wie ich bin. Das hat mein Leben komplett verändert. Ich bin jetzt anders. Ich gehe jetzt ganz anders mit mir selber um, mit meinen Freunden, meiner Familie. Dabei hilft mir die Bibel, mich zu orientieren. Sie zeigt mir, was ich tun kann und was ich lieber lassen sollte. Sie hilft mir dabei, Gott immer besser kennen zu lernen. Es ist nicht immer einfach, das durchzuziehen, aber ich bin auf einem Weg und mein Leben ist nicht langweilig, sondern total spannend und da freue ich mich drauf.






























































































Vergebung ist keine Sache des Gefühls. Mein Gefühl sagt mir oft so etwas wie „Zahl es heim!“ Vergebung ist eine Entscheidung – ganz allein meine Entscheidung. Nur ich kann es tun. Sonst bleibt alles beim Alten. Stell dir das vor wie bei einem Tauziehen. Du bist wie durch ein inneres Seil mit deinem Gegner verbunden. Es arbeitet in dir und rumort. Immer wenn du diese Person triffst oder auch nur durch irgend etwas an sie erinnert wirst, tut es weh, es zerrt an dir und du wirst hin und her gezogen. Dieser innere Clinch kostet dich viel Kraft und die Menschen in deiner Umgebung, die oft gar nichts damit zu tun haben, müssen unter deinen Stimmungen leiden. Das ist doch irgendwie ungerecht, oder?
Es ist die Entscheidung, den Schmerz anzusehen, den mir jemand zugefügt hat. Denn so lange ich es verdränge, hat es Macht über mich. Es bestimmt mein Denken und Handeln, mein Reden, mein Fühlen, weil ich bitter werde, wenn ich nicht vergebe. Vergebung heißt Schmerz ansehen und zulassen und zu Jesus bringen. Das ist manchmal schwer und tut weh, aber nur so wird es heil. Noch schwerer ist oft, die eigene Schuld anzusehen. Denn mit meiner Wut im Bauch habe ich wieder andere verletzt und dafür muss ich um Vergebung bitten. Es ist immer beides. Das, was andere mir angetan haben, muss ich vergeben und für das, was ich anderen antue, um Vergebung bitten. Aber dann heilt Gott meinen Schmerz und die verletzten Gefühle.
Vergebung war der Schlüssel aus meinem selbstgezimmerten Gefängnis. Ich habe vergeben, nicht weil ich mich danach gefühlt habe, sondern einfach, weil es richtig ist und meine Gefühle kamen hinterher. Gott hat mich geheilt und das war mein Weg in die Freiheit. Meine Selbstachtung ist daran gewachsen und die anderen konnten nicht einfach weiter mit mir machen, was sie wollten. Durch Vergebung habe ich gelernt, Menschen Grenzen zu setzen, ohne selbst anzugreifen und zu verletzen. Dadurch ist mein Leben in Beziehungen leichter und entspannter geworden. Ich habe damit so viele gute Erfahrungen gemacht, dass ich gar nicht mehr anders leben möchte. Vergebung ist ein guter Lebensstil.

Alexandra Kahlenbach – als Disco-Girl
Noemi Eifler – als Disco-Girl
Felix Wessendorf – als Langweiler
Simon Eisert – als cooler Typ
Jörn Fritschle – als Disco-Moderator
Ich wollte immer alles richtig machen. Wie oft bin ich morgens im Bett aufgewacht und habe mir gesagt: „Renke, ab heute wirst du ein besserer Mensch werden! Heute wirst du nicht deine Freunde anlügen, um besser da zu stehen. Heute wirst du dich nicht als den Helden darstellen. Heute wirst du nicht die Dinge machen, nach denen du dich als Looser und Versager fühlst. Ab heute möchte ich richtig sein!“ Wie oft lag ich dann abends wieder im Bett und habe gemerkt, ich habe es mal wieder nicht geschafft. „Renke, du bist zu blöd, zu faul, zu undiszipliniert!“ Und ich war total frustriert darüber. Dafür habe ich mich fertig gemacht und verachtet.
Irgendwann hatte ich eine total geniale Begegnung mit Jesus. Er hat mich angeschaut und gesagt: „Renke, warum versuchst du aus eigener Kraft, alles richtig zu machen? Warum versuchst du, deine eigenen Fehler zu korrigieren? Wofür bin ich denn gestorben? Ich bin dafür gestorben, damit ich das trage, damit ich diesen Mist, den du getan hast, auf mich nehme und dafür bezahle. Und nun brauchst du dich nicht mehr selbst zu verachten.“ Auch heute schaut Jesus mich immer wieder an und sagt: „Renke, du bist o.k. Du bist o.k., so wie du bist, auch wenn du Fehler machst, auch wenn du sündigst.“ Damals habe ich mein ganzes Vergehen in seine Hände gelegt und habe ihm alles gegeben – unter das Kreuz. Und Jesus hat gesagt: „Nun kann ich mit dir zusammen anfangen zu kämpfen. Nun möchte ich mit dir zusammen dein ganzes Leben korrigieren. Seitdem hat sich mein Leben verändert. Seitdem habe ich einen unglaublichen Frieden in mir, der mich total begeistert.
Ich liebe es, Lieder zu schreiben und ich träume davon, Großes zu bewirken und die Welt ein Stückchen zu verändern. Dann gucke ich mich an und denke, reicht denn das, was in mir ist? Meine Stimme – ich kenne so viele, die besser singen, als ich und meine Ideen sind bestimmt nicht neu. Ich weiß nicht, ob ich gut genug bin. Dann gucke ich mir DVDs an und denke, die Leute, die können was, die sehen toll aus und sind begehrt. Aber dann ist der Film zu Ende und ich bin immer noch ich – klein und unbedeutend. Und um zu beweisen, dass ich doch was kann, stürze ich mich oft in irgendwelche Aktionen. Z.B. als Christ in der Gemeindearbeit geht das super! Jugendarbeit – mache ich! Lobpreis – mache ich! Putzen – alles mache ich! Und ich versuche eigentlich nur, meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Ich hetze mich ab und es laugt total aus, wenn ich immer versuche, mir, anderen Menschen und Gott irgend etwas zu beweisen. Ich finde es manchmal ganz schön schwer, so voller Leidenschaft zu leben, weil ich immer wieder an meine Grenzen komme.
Musik, Gemeindearbeit, Fußball, alles tolle Dinge, die begeistern können. Aber immer wenn ich auf mich selber schaue, auf meine Fehler und meine Grenzen, dann verschwindet meine Begeisterung ganz schnell. Ich kann vielleicht versuchen, mich zu motivieren. „Du schaffst das schon! Du packst das!“ Aber irgendwann ist die Luft raus und jede Traumweltblase platzt einmal. Vor einiger Zeit ist mir klar geworden, dass es nicht meine äußeren Umstände sein können, die mir Lebensfreude und Begeisterung geben. In meinem Herzen muss etwas passieren, das Auswirkungen auf mein Leben hat. Deswegen habe ich Gott mein Herz hingehalten und gesagt: „Gott, bitte befreie mich von meinen Ängsten und meinen Zwängen!“ Und jetzt beginne ich, immer mehr zu verstehen, dass Gott mich liebt, so wie ich bin und er hat Potenzial in mich hineingelegt, das niemand sonst hat. Er hat einen Platz in dieser Weltgeschichte für mich vorbereitet, den niemand sonst einnehmen kann. Gott möchte mit mir zusammen durchs Leben gehen. Er möchte mir Kraft, Ideen und Leidenschaft geben. Er glaubt an mich und das begeistert mich so. Ich kann etwas bewegen, weil Gott an meiner Seite ist.
Eigentlich würde ich ja gerne vertrauen. Aber ich habe so einen Zweifel in mir, der mir verbietet, zu vertrauen. Da ist immer dieser Gedanke, die anderen sind gegen mich oder ich gehöre nicht dazu. Und dann versuche ich, ihnen vorzumachen, was ich nicht bin. Ich begegne ihnen mit Misstrauen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich das mit Gott genau gleich mache. Ich zeige ihm meine Schoko-Seite, halte die Regeln schön säuberlich ein und ich bin fleißig. Und ich halte sie mir vom Hals, die anderen – wie auch Gott. Und genau so habe ich mein Leben im Griff. Ja niemand anderen brauchen! Selber stark sein! Aber am Ende bleibe ich einsam und allein.
Wenn Gott mich aber an ein gutes Ziel führt, muss ich ihn mir gar nicht vom Hals halten, ihm etwas vormachen oder ihn zufrieden stellen. Seine Gebote sind auch keine Bedrohung mehr für mich, die mich als Versager da stehen lassen, wenn ich sie nicht einhalte. Gott meint wirklich mich – mit allem, was ich bin. Ich muss nicht mehr stark sein oder mein Leben im Griff haben. Er hält mich fest. Als ich das kapiert habe, habe ich mich dazu entschlossen, niemandem mehr etwas vorzumachen. In Gesprächen mit Freunden habe ich von meinen Gefühlen erzählt. Davon, dass ich mich manchmal klein fühle oder minderwertig. Ich habe von meinen Fehlern von meinen Schwächen und meinem Versagen erzählt. Es tut so gut, wenn Freunde dann trotzdem zu einem stehen, für dich sind – oder sich öffnen und wirkliche Begegnung stattfindet. Ich habe in der Zeit Freunde gefunden und ich glaube, dass Gott sie mir zur Seite gestellt hat. Ich stehe in einem Prozess, immer mehr Nähe zuzulassen, anstatt meinem Misstrauen zu gehorchen. Gott hat mein Leben verändert. Ich bin nicht mehr allein!
Katharina Hullen – als bedrängte Hausfrau
Hauke Hullen – als Vertreter für Glücksspiele
Daniel Ottenberg – als Versicherungsvertreter
Alexander Franz – als Zeitungsdrücker
Mareike Heil – als philosophische Wegweiserin
Petra Böttcher – als philosophische Wegweiserin
Lisa Weber – als philosophische Wegweiserin
Alexandra Jouran – als philosophische Wegweiserin und als reklamierende Kundin
Jan Tiedemann – als philosophischer Wegweiser und als freundlicher Verkäufer
Patrick Noah Wilkes – als der, der er ist: Andrés Sohn!
Fabian Becker – als „stürmischer Liebhaber“
Elisa Sauer – als „stürmische Geliebte“
Tobias Schuffenhauer – als „Genau!“
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